Besuch von Schloss Versailles, Versailles, Frankreich

Wer die Warteschlagen vor dem Louvre schon als beeindruckend empfunden hat, der kommt auch vor dem Eingang des Schlosses Versailles ganz auf seine Kosten. „Haha“, triumphiert der geübte Paris-Besucher, „ich war schlau und habe vom Besuch des Louvre gelernt, denn ich habe mir vorab schon Eintrittskarten für Versailles besorgt, die mir ungehinderten Zugang zum Schloss und seinen Gärten verschaffen und zwar direkt und mit der Möglichkeit, an der Warteschlange vorbei zu paradieren.“ Schade nur, dass tausende andere Besucher genauso clever waren. Und so paradiert man mit allen anderen schlauen Paris-Besuchern auf der Stelle und wartet auch hier deutlich mehr als eine Stunde. Dieses Mal jedoch nicht, um das Ticket zu erwerben, sondern um die Eingangskontrollen zu passieren. Und das dauert…
Glücklich, diese Hürde genommen zu haben, wird man anschließend durch die Räume des Schlosses Versailles nur eingeklemmt in einer zähen Masse aus Besuchern hindurchgedrückt. Stehen bleiben und schauen? Fehlanzeige. Das ist fast unmöglich. Die Schwarm-Intelligenz kennt hier scheinbar nur die Bewegung in eine Richtung, und zwar nach vorn. 
So ist es schon ein tolles Gefühl, wenn sich der Besucher-Brei dann endlich in den berühmten Spiegelsaal ergießt und man ein wenig freier atmen und sich etwas bewegen kann. Allein – der Spiegelsaal ist so voller Menschen, die zu großen Teilen seltsame Verrenkungen machend und das Victory-Zeichen zeigend vor Kameras vor allen Dingen asiatischer Mitmenschen posieren, dass keine rechte Freude aufkommen will. Es ist nicht ganz leicht Genuss zu empfinden, wenn man endlich im Spiegelsaal steht, den man aus Geschichtslehrbüchern kennt und bei dessen Anblick in Büchern man sich schon als Kind sehnlichst wünschte, mal durch diese Hallen zu wandeln. 
Durch den Park, man kann schon besser sagen: die Parks oder Ländereien von Versailles zu bewegen, ist auf verschiedene Arten möglich: per pedes, mit einem Golf Cart oder rumpelnden Touristen-Zügen in Form einer als Lok verkleideten, dieselbetriebenen Zugmaschine mit mehreren Anhängern. Wenn man zu Fuß geht, dann kann ich nur raten, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, dass der/die Schlossgarten/-gärten erhebliche Ausmasse haben. Sanssouci ist wirklich „Schrebergärtlein“ im Vergleich dazu. 

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