Eine Ballonfahrt, die ist lustig, eine Ballonfahrt, die ist schön…

Videoclip Ballonfahrt

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Schon vor 15 Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit einem Heißluftballon mitzufahren. Kollegen schenkten mir damals anlässlich der Fertigstellung eines CD-ROM-Projektes für Kinder zum Thema Fliegen eine Ballonfahrt. Jetzt, viele Jahre später, luden sich meine Frau und ich gegenseitig zu einer Ballonfahrt im Landkreis Oder-Spree ein. 
Ballonfahren ist nicht nur wunderschön – man gleitet bis auf gelegentliche, recht laute Geräusche des Brenners in völliger Stille durch die Luft – es ist auch spannend bis zum letzten Moment. Da auf Sicherheit (glücklicherweise) allergrößten Wert gelegt wird, bleibt es bis zur direkten Abfahrt spannend, ob die Fahrt im Ballon stattfinden kann oder nicht. Vor dem Start werden diverse, kleine gasgefüllte Ballons als Indikator in die Lüfte entlassen.

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Es wird geprüft, wie stark der Wind in unterschiedlichen Höhen ist, ob es Böen gibt, ob sich die Windrichtung in verschiedenen Höhen abrupt ändert, wie schnell der Ballon aufsteigt und noch einiges mehr. Aktuelle Satellitenbilder, Wetter- und Windvorhersagen werden bis unmittelbar vor dem Start gecheckt und erst, wenn alles passt, kann es losgehen.
Zugegeben, ganz billig ist das Vergnügen nicht, aber es ist jeden Cent wert. Wenn man, wie in unserem Fall, das Glück hat, schönes Wetter und einen eindrucksvollen Sonnenuntergang zu haben und zudem noch über wunderschöne Landschaften im Landkreis Oder-Spree und im Oderbruch fährt, dann ist das ein unvergessliches Abenteuer. Nicht nur, dass ein Perspektivwechsel wie immer im Leben einiges an Überraschungen bereit hält, auch die Ruhe und Gelassenheit und das sich-in-die-Hand-des-Windes-begeben (denn steuerbar ist ein  Heißluftballon faktisch nicht, er bewegt sich  immer mit dem Wind) wirken geradezu magisch und sehr beruhigend auf die Seele.

Fahrtroute Ballon (rot)

Fahrtroute Ballon (rot)

Nachdem wir in Höhen zwischen 90 und etwas über 500 m über die abendliche Landschaft gefahren waren, aus dem Korb u.a. Kaninchen, Rehe und div. Haustiere bewundern konnten, die übrigens sämtlichst recht nervös, teilweise sogar panisch auf die „Bedrohung von oben“ reagierten, landeten wir wohlbehalten und recht sanft in unmittelbarer Nähe der Komturei in Lietzen und wurden von vielen aufgeregten Kindern und sogar dem Grafen von Hardenberg persönlich nach der Landung freudig begrüßt.
Die folgende Ballontaufe erhob uns in den Stand der Ballonfahrer und Adligen, was mit dem Verlust einer Haarsträhne durch Abbrennen mit folgendem Löschen durch Sekt verbunden war und für die Nachwelt in Form einer Urkunde belegt wurde.