Kloster San Romedio bei Sanzeno, Italien

Das Franziskaner-Kloster San Romedio (Sankt Romedius) liegt auf einer über 70 Meter hohen, felsigen Klippe in einem einsamen Seitental bei Sanzeno im Nonstal in Südtirol. Ein steiler Weg über 131 Stufen führt den Besucher über einen Komplex von sehr kleinen übereinander gelagerten Kirchen auf den Gipfel der Felsnadel, auf die sich, gemäß der Legende, der Heilige Romedio in die Einsiedelei geflüchtet hat.
Romedio bzw. Romedius (vom Lateinischen ‚Remedius‘, ‚Gegenmittel gegen das Böse‘ oder auch ‚Gunst Gottes‘ oder schlicht ‚der Retter‘) gehörte zu einer wohlhabenen bayrischen Adelsfamilie. Nachdem sich Romedius bei einer Pilgerreise nach Rom mit dem Bischof von Trient angefreundet hatte, vermachte er der Kirche sein gesamtes Eigentum. Auf Rat des Bischofs von Trient setzte der Heilige seine Pilgerreise bis nach Sanzeno fort, um dort die Gruft der Hl. Sisinius, Martyrius und Alexander zu besuchen und anschließend auf dem Felsen, auf dem sich die heutige Wallfahrtsstätte befindet, ein neues Leben zu beginnen. Romedius richtete ungefähr im Jahr 1000 unter der Spitze des Felsens eine Grotte ein. Er führte dort ein Leben mit Gebeten, Meditation, Fasten und täglicher Arbeit.
Auch heute noch ist diese beeindruckende Wallfahrtsstätte das Ziel vieler Pilger, die von weither anreisen.
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