Südtirol

Schon fünf Jahre zuvor führte uns eine Sommerreise nach Südtirol, nach Bozen. In diesem Jahr fanden wir Quartier in der Altstadt von Brixen. 
Der Hausberg von Brixen, die Plose, ist eigentlich ein Gebirgsstock mit mehreren Gipfeln, die allesamt etwas höher als 2.500 m sind. Komfortabel ist die Plose per Gondel vom Stadtrand Brixens erreichbar. Von der Bergstation aus gibt es unzählige Wandertouren, die wunderbare Ausblicke in die umliegenden Täler gestatten.
Südtirol ist nicht nur für seine atemberaubende Natur, die Berge, Almen und Täler bekannt, sondern auch für seine deftige, leckere Küche. Auf vielen Berghütten, Almen und in unzähligen Restaurants hat man reichlich Gelegenheit, sich an den Köstlichkeiten der Norditalienischen Küche zu laben. 
Neben Wanderungen durch tiefe, verwunschene Wälder, auf Kammwegen, über Almen, durch Bäche und über blumenübersäte Bergwiesen findet man auch reichlich Gelegenheit,  wunderbare Museen zu besuchen. Besonders hervorzuheben sind aus unserer Sicht die sechs Museen von Reinhold Messner, von denen besonders „Corones„, konzipiert vom Architekturbüro von Zaha Hadid, auf Grund seiner Lage auf dem Gipfelplateau des Kronplatzes (2.275 m)  nahe Bozen und seiner atemberaubenden Architektur hervorsticht. 
Beinahe ein Muss sind die Besuche auf der Seiser Alm, im Grödener Tal und der „Drei Zinnen“, dem Wahrzeichen der Dolomiten im gleichnamigen Naturpark, der 2009 gemeinsam mit den anderen Dolomitengipfeln zum UNESCO Welterbe erklärt wurde.
Besonders begeisterten uns überall verstreute „kleine Juwelen“ wie die winzige Kirche St. Prokulus in Naturns mit den teilweise aus dem 7. Jhd. stammenden Wandmalereien oder dem Kloster Romedio, einem Wallfahrtsort auf einem 70 m hohen Kreidefelsen, der aus mehreren übereinander gebauten Kirchen und Kapellen besteht und auf den Heiligen Romedius, einem Einsiedler im Nonstal, zurückgeht. 
Die größten Städte in der Dolomitenregion, Bozen, Brixen, Bruneck, Meran und das etwas weiter entfernte Trient im Trentino sind lohnenswerte Ausflugsziele, die wunderschöne Altstädte, viele historische Gebäude, Sakralbauten und Museen bieten sowie herrliche Blicke auf die sie umgebenden Berge erlauben. 

 

 

Faces of Ladakh

Lage Ladakhs in Indien

Lage Ladakhs in Indien

Vor gut eineinhalb Jahren hatte ich die Gelegenheit, etwa drei Wochen in Nordindien, in der Region Ladakh zu verbringen.
In Wikipedia liest man zu Ladakh: „Ladakh  (Tibetische Schrift:  ལ་དྭགས་) ist eine Division des indischen Bundesstaates Jammu und Kashmir und nimmt fast 40 % der Fläche dieses Bundesstaates ein. Sie besteht aus den Verwaltungsdistrikten Kargil und Leh. Das Gebiet ist weitgehend hochgebirgig und mit 290.000 Einwohnern (laut Zensus 2001) nur dünn besiedelt. Ladakh ist bekannt für die Schönheit seiner entlegenen Berge und für die tibetisch-buddhistische Kultur. Daher wird Ladakh als Klein-Tibet bezeichnet.“

Die Region Ladakh, © http://www.lehladakh.co.in

Die Region Ladakh, © http://www.lehladakh.co.in

Später werde ich hier zu Ladakh weitere Fotografien veröffentlichen, aber besonders beeindruckt haben mich die Menschen, die eine unglaublich reiche Kultur und Religion haben, aber unter sehr schwierigen Bedingungen leben, wenn man das an dieser Stelle so unreflektiert und verkürzt sagen darf. 
Fasziniert haben mich die Ladakhischen Frauen, Männer und Kinder auf jeden Fall und ich hatte während unserer Reise die Gelegenheit, eine Reihe von Porträtfotografien machen können können, die, wie ich finde, viel über das Leben in dieser Hochgebirgsregion erzählen. 
Folgend eine Präsentation von Porträts als Slideshow mit zeitgenössischer Musik aus Ladakh unterlegt oder klassisch, als Einzelfotografien.

Zum Abspielen des Films bitte auf den Button klicken.

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The White Pocket, Arizona, USA

Das Gebiet zwischen den US-Bundesstaaten Utah und Arizona beherbergt unzählige farbenprächtige Canyons und exotische Felsformationen. Die meisten Reisenden lesen oder hören bei ihren Reisvorbereitungen von der „Wave“, doch die „Wave“ ist nur einer unter wirklich vielen und außergewöhnlichen Plätzen im Südwesten der USA. Ohnehin ist der Zugang zur „Wave“ durch die starke Reglementierung der Besucherzahlen und notwendiges Losglück extrem limitiert.“White Pocket“ ist ein weiteres außergewöhnliches Gebiet, das zum Vermillion Cliffs National Monument gehört.

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Es ist nicht ganz einfach nach White Pocket zu gelangen und selbst, wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, so ist eigentlich bis kurz vor Ankunft nicht klar, ob man White Pocket überhaupt erreichen wird. Ein Regenguss am gleichen oder – je nach Heftigkeit – in den vorangegangenen Tagen reicht, den Traum vom Besuch dieses atemberaubenden Fleckchens Erde zu begraben. Der lange Weg, der uns von der Paria Outpost mit einem professionellen Guide nach „White Pocket“ führte, ist teilweise sehr felsig und sandig und damit empfindlich für Regen. Nach einem heftigen Regenguss bilden sich rasch reißende Wasserläufe, die den Weg zu White Pocket unpassierbar machen. Ein hochbeiniges Fahrzeug mit Allradantrieb ist ohnehin Grundvoraussetzung, um überhaupt eine Chance zu haben nach White Pocket zu gelangen,  ebenso wie erfahrenes offroad Fahrkönnen vonnöten ist. Ist man jedoch in White Pocket angelangt, so erliegt man sofort dem ungeheuren Formen- und Farbreichtum dieses Gebietes, der seinesgleichen sucht. Ich habe selten so etwas Schönes wie White Pocket gesehen. Und: noch ist White Pocket ein Geheimtipp. Aufgrund der Schwierigkeit, dorthin zu gelangen, nehmen nur wenige Besucher die nötigen Kosten und Mühen auf sich.
Meine Frau und ich besuchten White Pocket im Rahmen unseres Urlaubs im Sommer 2016.

Weitere Informationen zur Anreise findet man hier. Überaus empfehlenswert sind auch die Fotos und Beschreibung von White Pocket auf der Webseite von Steffen Synnatschke, dem wir für die vielfältigen Anregungen durch seine Webseite herzlich danken.

 

Upper und lower Antelope Canyon, Arizona, USA

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Der Antelope Canyon ist der meistbesuchte Slot Canyon im Südwesten der Vereinigten Staaten. Er besteht aus dem Upper Antelope Canyon und dem Lower Antelope Canyon und befindet sich in der Nähe von Page in Arizona. Er wurde vom Antelope Creek gebildet, einem etwa 30 km langen und nur selten nach Sturzregen im Ursprungsgebiet in den Mormon Ridges wasserführenden Bach. Der Bach und seine Canyons verlaufen in etwa parallel zu den Rocky Mountains von Südsüdost nach Nordnordwest in einer auf dem Colorado Plateau häufigen Kluftrichtung.

Neben den beiden Slot Canyons wird auch ein vom Lake Powell überfluteter Seitencanyon als Antelope Canyon bezeichnet; dieser ist auf einer Länge von wenigen Kilometern mit Booten befahrbar. In diesem Bereich ist die Schlucht an den engsten Stellen etwa 10 m breit. (Quelle: Artikel auf Wikipedia).

Meine Frau und ich besuchten den Antelope Canyon zum wiederholten Mal im Rahmen unserer Reise im Sommer 2016.

Upper Antelope Canyon

Lower Antelope Canyon

Page, Arizona, USA

Page liegt im Coconino County im äußersten Norden des US-Bundesstaates Arizona auf dem östlichen Plateau oberhalb des Colorado River auf Höhe des Glen Canyon Dam am Lake Powell. 
Der Horseshoe Bend ist ein hufeisenförmiger Mäander des Colorado River in der Nähe der Stadt Page. Im lokalen Sprachgebrauch ist er auch als „King Bend“ bekannt und liegt etwa 10 km stromabwärts vom Glen Canyon Dam und dem Lake Powell in der Glen Canyon National Recreation Area.

Das Aussichtsplateau ist über einen Fußweg von ca. 1 Kilometer erreichbar, ausgehend von einem Parkplatz am U.S. Highway 89. Der Zutritt ist kostenlos. Jedoch ist Vorsicht geboten, da der Zugang zum Aussichtspunkt über keine Absperrung verfügt und die Felswände steil abfallend sind. Die Höhe des Aussichtsplateau beträgt rund 1300 Meter über dem Meeresspiegel und der Colorado River fließt ca. 300 Meter tiefer (Quelle: verschiedene Artikel auf Wikipedia).

Meine Frau und ich besuchten Page im Rahmen unserer Reise im Sommer 2016 zum wiederholten Mal.

 

Malakoffturm Bottrop

Unter den 14 erhaltenen Malakofftürmen des Ruhrgebietes ist der steinerne Koloss von Prosper II in Bottrop einer der aufwändigsten Schachttürme, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Malakofftürme als steinerne Fördertürme des Bergbaus sind bedeutende Zeichen der Industriearchitektur. Mehr als 100 dieser mächtigen Gebäude wurde errichtet. Sie verdeutlichen die Nutzung von Erfahrungen aus dem Festungsbau vergangener Jahrhunderte für die aufkommende Schwerindustrie. Im südlichen Teil des Ruhrgebietes bei niedrigen Teufen wurden sie zunächst als einfache Türme gebaut.

Zunächst wurden im 19. Jahrhundert nur Kohlefelder in leicht zu erreichenden Strecken abgebaut, die sich allerdings schnell erschöpften. Es wurde also notwenig, immer tiefer abzuteufen. Die Konsequenz waren Schächte mit größerem Durchmesser, Fördermaschinen mit höherer Leistung und größere Seilscheiben, um enorme Gewichte zu heben. Diesen Belastungen waren die alten Gerüste aus Holz- oder Gusseisen nicht gewachsen. Als Alternative blieb nur Mauerwerk, da Stahlkonstruktionen erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt wurden.

Der Malakoffturm wurde 1873, zwei Jahre nach der Abteufung des Schachtes Prosper II, fertig gestellt. Über einhundert Jahre später, 1987, wurde er außer Betrieb genommen. Ihn zeichnet die damals übliche Bauweise aus: Ein wuchtiges Mauerwerk aus Ringofensteinen, das sich nach oben verjüngt und mit Zinnen und Ecktürmen ausgestattet ist. Benannt worden ist der Turm nach der russischen Festung Malakoff, Teil der Wehranlagen von Sewastopol auf der Halbinsel Krim.

Der Bottroper Turm hat die Grundmaße von rund 18 mal 18 Metern und ist über 30 Meter hoch. 

Seit 2013 gibt es in Höhe der ersten Seilscheibe in rund 40 Metern Höhe eine Aussichtsplattform, die im Rahmen von Führungen für Besuchergruppen geöffnet ist.
(Text: © Stadt Bottrop)

Die Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde

Lageplan_Kokerei_Hansa

Geländeplan der Kokerei Hanse in Dortmund-Hufkarde (© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur)

Die Kokerei Hansa bietet als begehbare Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts. Die 1928 in Betrieb genommene Großkokerei war ein wichtiger Teil in der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Von den benachbarten Zechen bezog sie die Steinkohle und lieferte den daraus produzierten Koks und das Kokereigas an Dortmunder Hüttenwerke. Darüber hinaus wurden aus dem Gasgemisch, das bei der Verkokung entstand, wichtige Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen.  
Seit 1998 stehen die wichtigsten Produktionsbereiche der Kokerei (wesentlicher Bestand von 1928) unter Denkmalschutz. Die Anlage befindet sich in der Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kokerei ihre Geschäftsstelle betreibt.  
Heute kann die 1992 stillgelegte Kokerei Hansa auf dem Erlebnispfad „Natur und Technik“ besichtigt werden kann. Der Weg führt hoch hinaus auf den“Kohlenturm mit Panoramablick“ und zum Herzstück der Kokerei, den Ofenbatterien, in denen einst bei über 1000 Grad Celsius Steinkohle zu Koks „gebacken“ wurde. Die Maschinenhalle mit einem einmaligen Ensemble von fünf Gaskompressoren gilt als Juwel der Anlage.  
Der besondere Reiz des Industriedenkmals besteht in dem Miteinander von Architektur, Technik und Natur. Seit der Stilllegung erobert die Natur ihr Terrain zurück. Neben bekannten Gewächsen wie Birken und Sommerflieder haben sich hier auch Exoten aus Flora und Fauna angesiedelt.  
Für Besucher bietet die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur an den Wochenenden und Feiertagen regelmäßig offene Führungen auf dem „Erlebnispfad Natur und Technik“ an (Text: Industriedenkmalstiftung). 

25 Jahre Mauerfall – Berliner Mauer fällt noch einmal symbolisch mit der Installation „Lichtgrenze“

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des 25. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer. Viele Berlinerinnen und Berliner aber auch unzählige Gäste aus dem In- und Ausland waren auf den Beinen, um an den Feierlichkeiten aus Anlaß des friedlichen Mauerfalls vor 25 Jahren teilzunehmen.
Trotz aller Freude wurde an diesem Tag vielerorts auch der Novemberprogrome gedacht, die in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 ihren grausamen Höhepunkt fanden und in dessen Verlauf unzählige Menschen ermordet, in den Selbstmord getrieben, jüdische Geschäfte geplündert und zerstört wurden und denen mehr als 1.400 Synagogen und viele jüdische Friedhöfe zum Opfer fielen.

Besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Mauerfalls war die Installation „Lichtgrenze“. Vom 7. bis zum 9. November durchzogen auf einer Länge von 15 Kilometern mehr als 7.000 heliumgefüllte Ballons die Stadt entlang des ehemaligen Verlaufs der Mauer: vom ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße durch den Mauerpark, entlang der Bernauer Straße, vorbei an der Gedenkstätte Berliner Mauer, zum Spreeufer nahe des Reichstags, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, über den Checkpoint Charlie, durch Kreuzberg und an der Eastside Gallery entlang bis hin zur Oberbaumbrücke. Am Sonntag, den 9. November, ließen sogenannten Ballonpaten die Gasballons zusammen mit ihren Wünschen auf an den Ballons befestigten Karten ab etwa 19 Uhr entlang des ehemaligen Todesstreifens unter teilweise lautem Jubel der Zuschauer nach und nach in den Nachthimmel steigen.

Die Kunstaktion, die mit dem nochmaligen symbolischen Fall der Mauer in Form der entschwebenden Ballons der „Lichtgrenze“ ihren Höhepunkt fand, zog Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt an. Zeitzeugen, die am 9. November 1989 miterlebten, wie die einst unüberwindlichen Grenzen zwischen Ost- und Westberlin geöffnet wurden, waren bewegt und vielfach den Tränen nahe.

 

Besuch von Schloss Versailles, Versailles, Frankreich

Wer die Warteschlagen vor dem Louvre schon als beeindruckend empfunden hat, der kommt auch vor dem Eingang des Schlosses Versailles ganz auf seine Kosten. „Haha“, triumphiert der geübte Paris-Besucher, „ich war schlau und habe vom Besuch des Louvre gelernt, denn ich habe mir vorab schon Eintrittskarten für Versailles besorgt, die mir ungehinderten Zugang zum Schloss und seinen Gärten verschaffen und zwar direkt und mit der Möglichkeit, an der Warteschlange vorbei zu paradieren.“ Schade nur, dass tausende andere Besucher genauso clever waren. Und so paradiert man mit allen anderen schlauen Paris-Besuchern auf der Stelle und wartet auch hier deutlich mehr als eine Stunde. Dieses Mal jedoch nicht, um das Ticket zu erwerben, sondern um die Eingangskontrollen zu passieren. Und das dauert…
Glücklich, diese Hürde genommen zu haben, wird man anschließend durch die Räume des Schlosses Versailles nur eingeklemmt in einer zähen Masse aus Besuchern hindurchgedrückt. Stehen bleiben und schauen? Fehlanzeige. Das ist fast unmöglich. Die Schwarm-Intelligenz kennt hier scheinbar nur die Bewegung in eine Richtung, und zwar nach vorn. 
So ist es schon ein tolles Gefühl, wenn sich der Besucher-Brei dann endlich in den berühmten Spiegelsaal ergießt und man ein wenig freier atmen und sich etwas bewegen kann. Allein – der Spiegelsaal ist so voller Menschen, die zu großen Teilen seltsame Verrenkungen machend und das Victory-Zeichen zeigend vor Kameras vor allen Dingen asiatischer Mitmenschen posieren, dass keine rechte Freude aufkommen will. Es ist nicht ganz leicht Genuss zu empfinden, wenn man endlich im Spiegelsaal steht, den man aus Geschichtslehrbüchern kennt und bei dessen Anblick in Büchern man sich schon als Kind sehnlichst wünschte, mal durch diese Hallen zu wandeln. 
Durch den Park, man kann schon besser sagen: die Parks oder Ländereien von Versailles zu bewegen, ist auf verschiedene Arten möglich: per pedes, mit einem Golf Cart oder rumpelnden Touristen-Zügen in Form einer als Lok verkleideten, dieselbetriebenen Zugmaschine mit mehreren Anhängern. Wenn man zu Fuß geht, dann kann ich nur raten, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, dass der/die Schlossgarten/-gärten erhebliche Ausmasse haben. Sanssouci ist wirklich „Schrebergärtlein“ im Vergleich dazu. 

Homepage Schloss Versailles

Besuch des Louvre, Paris, Frankreich

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Nike von Samothrake

Was macht man, wenn man in Paris ist und es gerade so stark regnet, dass nicht mal ein Regenumhang für mehr als 20 min. dem Segen von oben standhält? Na klar, man geht in den Louvre (das kann man natürlich auch machen, wenn die Sonne scheint, aber da gibt es vielleicht noch das Eine oder Andere in Paris zu sehen, das bei solchem Wetter auch interessant ist). 
Vor den ungeheuren Warteschlangen (in unserem Fall dürften es locker mehr als 1000 m gewesen sein) darf man sich nicht scheuen. Es geht einigermaßen zügig voran, so dass wir nach ca. 1,5 bis 2 Stunden hineingekommen wären. Wäre Tina nicht vorher auf der Suche nach einem Geldautomaten an einem Ticketshop für den Louvre vorbeigekommen, der komischerweise nur wenige hundert Meter vom Louvre entfernt auch Tickets mit Priority-Eintritt anbot, dann hätten wir sohl diese Zeit warten müssen. So konnten wir mit den Eintrittskarten nach ca. 1 Stunde schon verbrachter Wartezeit vorbei an der restlichen Warteschlange nach vorn gehen und direkt den Eingang passieren. 
Unter der Glaspyramide bieten sich vier Sektionen des Louvre zum Besuch an, jede führt in eine andere Himmelsrichtung. Wie die Mehrzahl der Besucher entschieden wir uns angesichts der überbordenden Fülle der Möglichkeiten für die Richtung, die die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci auswies. Wahrscheinlich machen das 90% aller Besucher so. Hinauf ging es eine Treppe, auf dessen oberen Sockel die Nike von Samothrake thront (mehr über die Skulptur hier auf Wikipedia). Eine wunderschöne, kopflose Engelsskulptur, die wir gut aus dem Vorspann der unzähligen Folgen der Kunstdokumentations-Reihe „1000 Meisterwerke“ kennen (hier der Vorspann). Man passiert eine endlos lang erscheinende Wandelhalle mit Meisterwerken z.B. von Tizian, Raffael und da Vinci. Dann in einem großen Seitensaal, in den die Massen hineinströmen, hängt an einer quergestellten Wand – man ahnt es schon – die „Mona Lisa“. Erstaunlich klein ist das Gemälde (ich hatte es mir jedenfalls größer vorgestellt) und erstaunlich viele Menschen drängen sich davor, fast in Panik, so wird geschoben und gedrängelt (ich glaube, das war schlimmer als bei den begehrtesten Rockkonzerten). Die Hälfte der Leute hält entweder ein Handy oder eine Kamera hoch und versucht ein Foto von diesem wohl berühmtesten Gemälde der Welt zu machen. Dabei ist das Bild hinter Glas und nur sehr schlecht und sowieso nur ohne Blitzlicht zu fotografieren, was von den Foto-Jägern jedoch zu 95% nicht verstanden wird. So blitzt es in einer Tour und wahrscheinlich verfügt damit die denkbar schlechteste Abbildung der „Mona Lisa“ in einer Kleinstadtzeitung in Briefmarkengröße über noch bessere Qualität als die hier entstehenden Fotos. Muss man einfach miterlebt haben…

Offizielle Webseite des Louvre