Die Lungenheilstätten in Hohenlychen

Sonnig-helles Sanatorium mit viel Natur und romantische Architektur 

Leise weht ein Wind durch die leeren Zimmer und hellen Gänge. Was hat sich hier damals wohl abgespielt? In der Zeit um 1900, als die Tuberkulose verheerende Ausmaße annahm, erbaute das Deutsche Rote Kreuz mehrere Lungenheilstätten mit unterschiedlichen Abteilungen.

Während die Abteilung 1 für lungenkranke Männer am Grabowsee bei Berlin errichtet wurde, entstanden hier in der Uckermark die Abteilungen 5 und 7 für Frauen und Kinder. Besonders die saubere Luft der tiefen Kiefernwälder und das klare Wasser der Seen sollten den Pfleglingen gut tun. Unterstützt wurde der heilende Prozess zusätzlich durch die wunderschöne Architektur der Gebäude. Die erholsame Ruhe, welche von den Häusern ausgeht, kann man sogar heute noch spüren. Das wirkt sich natürlich auch auf die Fotografie aus (Text: go2know). 

Lungenheilanstalt Grabowsee

GrabowseeAufmerksam geworden durch die Lektüre eines Artikels auf Spiegel-Online vom Juni 2015 über die ehemalige Lungenheilstätte am Grabowsee, setzte ich mich mit dem Pächter in Verbindung und konnte noch Ende Juni 2015 nach Zahlung einer Spende das Gelände betreten und mich dort mehrere Stunden frei bewegen und nach geeigneten Fotomotiven suchen. 

Der Spiegel schreibt in seinem Artikel über das Gelände der ehemaligen Lungeheilstadt Grabowsee unter der Überschrift „Verfallene Lungenheilstätte bei Berlin: Der Schatz vom Grabowsee“:
„…Zwischen riesigen Rotbuchen glitzert der Grabowsee. Und an seinem Ufer ruht, vor lauter Bäumen kaum sichtbar, die Ruine. Ein mächtiges Ensemble einst herrschaftlicher Backsteinbauten, nach 20 Jahren Leerstand verrottet und vergessen. Fast jedenfalls. Denn es kommen Besucher. Sie wandeln durch das marode Gemäuer, streichen über bröckelnden Putz, bewundern die Balkone und die zerborstenen Fenster. Sie steigen über Schutt und Scherben und lauschen dem Zwitschern der Amseln, Drosseln und Finken. … 

Geländeplan ehemalige Heilstätte Grabowsee <br />  (c) kidsglobe.org

Geländeplan ehemalige Heilstätte Grabowsee
(c) kidsglobe.org

1896 wurde hier, am Ostufer des Grabowsees, eine Lungenheilstätte eröffnet. Auf Initiative des Volksheilstättenvereins des Roten Kreuzes war sie zunächst als Versuchseinrichtung geplant. Man wollte herausfinden, ob Lungenkrankheiten wie Tuberkulose auch auf dem platten Land kuriert werden können. Erste Erfolge führten zum Ausbau der Kapazitäten auf 200, später auf 450 Betten. Im Zweiten Weltkrieg fand die zivile Nutzung ein jähes Ende. Zunächst zog die Wehrmacht ein, später die Rote Armee. Seit den Neunzigerjahren liegt das Anwesen brach. Dass es heute bewacht ist und besucht werden kann, dafür sorgen Ilse, ein kaukasischer Hirtenhund, und Bernhard Hanke, der über den Berliner Verein Kids Globe e.V. das Anwesen seit vier Jahren verwaltet und Ansprechpartner für Besucher ist. Sie kommen von überall her, sagt Hanke. „Leute mit Interesse für Geschichte und vergessene Orte. Künstler aus Südamerika, China und den USA. Ausflügler und Sportler, die das Areal über den Radwanderweg Berlin-Kopenhagen entdecken. … Blickfang des Areals ist das ehemalige Verwaltungsgebäude mit Asklepios-Portal und großem Saal. Von hier führen überdachte Verbindungsgänge in die ehemaligen Behandlungs- und Bettenhäuser. Darunter schlummern die Reste einer Elektro-U-Bahn, mit der die Speisen von der Hauptküche in die Stationen transportiert wurden. Direkt am Seeufer steht das Relikt einer hundertjährigen Kapelle, das in die Baumwipfel ragt wie ein hohler Zahn, seit das Gebäude 2007 von Vandalen in Brand gesteckt wurde. Drumherum wachsen Blauregen, Erbsensträucher und Berberitzen, als würde sie der Verfall nicht die Bohne interessieren….“

Auf insgesamt 34 ha stehen etwa 30 denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte Grabowsee, die in ihrer Anordnung und Anlage von großer ästhetischer Qualität sind. Leider haben jedoch Leerstand und der Zahn der Zeit das Ihre getan, so dass die Gebäude zum großen Teil in einem schlechten Zustand sind. Dennoch waren einige interessante Fotomotive zu finden.

Weitergehende Informationen zum Heilstätte Grabowsee sind beispielsweise hier zu finden: https://sites.google.com/site/grabowsee/.

 

 

 

 

 

 

Frauen- und Männerheilstätten in den Arbeiterheilstätten & Tuberkulosekrankenhaus Beelitz (Beelitz Heilstätten)

Eine Fototour führte mich im Juni 2015, noch kurz vor der Eröffnung des Baumkronenpfades, in die Frauen- und Männerklinik der Beelitzer Heilstätten. Erbaut zwischen 1898 und 1930 befinden sich die einstmals prächtigen Gebäude der riesigen Lungenheilstätte inzwischen in einem beklagenswerten Zustand, auch wenn sie an vielen Stellen erahnen lassen, wie schön sie einstmals gewesen sein müssen. Wie kaum ein anderer Ort ranken sich die seltsamten Horrorgeschichten um dieses Gelände und mir widerstrebt es daher, viel zur Geschichte der Beelitzer Heilstätten zu schreiben, zumal im Internet genug Material darüber kursiert. Wer mehr (seriöse) Informationen sucht, sollte zuerst auf Wikipedia oder auf den Seiten der Gemeinde Beelitz nachlesen.

Mich interessierte vor allen Dingen, den morbiden Charme einiger Gebäude auf meinen Fotos festzuhalten, denn es steht zu befürchten, dass schon bald nicht mehr viel davon zu sehen ist. Schon wurde begonnen, das Gelände zu beräumen und erste Gebäude zu sanieren. Die Gemeinde schreibt dazu „Eine neue Zeit begann mit der Rückübertragung des Geländes nach der Wende. Die Stadt Beelitz zusammen mit der Projektentwicklerin planen für einen Teilbereich die Renaissance des Standortes für medizinische und gesundheitsvorsorgende Einrichtungen vor. Im Jahr 1997 wurde das Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte für Männer rekonstruiert und mit dem Betrieb eines Gesundheitsparks, bestehend aus einer neurologischen Rehabilitationsklinik und einer Klinik für angewandete Immunologie, begonnen.“.  

 

„Ghost Hotel“ Zippendorf

Mecklenburg-Vorpommern zählt nicht gerade zum El Dorado der „Lost places“. Eine der raren locations liegt in Zippendorf, einem Randbezirk Schwerins. Das „Ghost Hotel“, wie es inzwischen im Volksmund genannt wird, liegt direkt am Süd-Ufer des Schweriner Sees am Bornberg.
Ursprünglich wurde dieses Gebäude 1910 als „Kurhotel Zippendorf“ errichtet und sollte sich tourismusfördernd auf die Region auswirken. Mit der Stadt Schwerin konnte jedoch keine rechte Übereinkunft gefunden werden und so verzichtete die Stadt darauf, das Umfeld des Kurhauses attraktiv zu gestalten, so dass das touristische Interesse bald wieder erlahmte. Während des ersten Weltkriegs wurde es daher teilweise als Artilleriedepot genutzt und 1919 verkauft. In der Folge diente das denkmalgeschützte, imposante Gebäude dann als Unterkunft für sudetendeutsche Flüchtlinge, Lazarett der Luftwaffe und als Heim für ehemalige KZ-Häftlinge. Anfang der fünfziger Jahre enteignete man die Besitzer des Hauses. Nun wurde es erst vom Sportclub Traktor Schwerin als Klubheim, später vom Lederwarenkombinat Schwerin-Süd als Internat genutzt. Nach dem Fall der Mauer ging es in der Besitz der Treuhand über, konnte aber lange nicht weiterveräußert werden, bis es 2008 zwangsversteigert, dann wieder weiterverkauft wurde. Potentielle Investoren kamen und gingen und zahlreiche Pläne zur Wiederbelebung des Gebäudes verliefen bisher im Sande. So steht das ehemalige Hotel seit mehr als 20 Jahren leer und verfällt zusehends. Beim derzeitigen Zustand des Gebäudes (Vandalismus, Verfall, eingebrochene Decken) kann man vermuten, dass zukünftig nur noch ein Abriss möglich ist. 
Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kurhotel_Zippendorf

 

Fototour im Gefängnis in Berlin-Köpenick

Gefängnis KöpenickMein Interesse, mich an für viele Menschen schon in Vergessenheit geratenen Plätzen aufzuhalten und dort zu fotografieren, ist ungebrochen. An die Fototour im letzten Jahr zum Haus der Offiziere in Wünsdorf denke ich daher immer wieder gern zurück und vertiefe mich auch von Zeit zu Zeit in die seinerzeit entstandenen Fotos. 
Ab und an schaue ich auf der Webseite des Veranstalters → go2know, mit dem ich im letzten Jahr auf diese Fototour ging, und hoffe dabei immer, wieder auf ein Angebot für eine neue, spannende Besichtigungstour zu stoßen (toll als Ziel wäre zum Beispiel das Hubertusbad in Berlin-Lichtenberg, in dem ich als Kind sehr oft schwimmen und über dessen heutigen Zustand auf Spiegel Online ein für mich → aufregender Artikel zu lesen war; hier eine weitere → spannende Seite über das ehemalige Lichtenberger Stadtbad). So las ich vor einiger Zeit von einer Fototour zu einem Gefängnis in Berlin-Köpenick und wurde neugierig. Selbst in Köpenick geboren, hatte ich noch nie von einem Gefängnis dort gehört und ich buchte spontan die Teilnahme.
Gar nicht so weit entfernt vom S-Bahnhof Köpenick steht man ein paar Seitenstraßen von der Bahnhofstraße entfernt (Puchanstraße) unvermittelt vor einem einem 5 Stockwerke hohen, preußischen Backstein-Gefängnisbau. Wie ich vom Guide der Tour erfuhr, wurde das Gefängnis 1901 nach dem Bau seiner Bestimmung  übergeben.
Mit Beginn des dritten Reiches wurde das Gefängnis von der SA übernommen. Insbesondere während der → Köpenicker Blutwoche im Jahre 1933 wurden fürchterliche Verbrechen durch die SA in diesen Mauern begangen: Gegner des Nationalsozialismus, Juden, Kommunisten aber auch Parteilose wurden eingesperrt, misshandelt, grausam gefoltert und getötet.
In der DDR war das Gebäude zunächst ein Gefängnis für Männer und Jugendliche und diente später als Untersuchungshaftanstalt. Der Guide der Tour erzählte zudem, dass zuletzt wahrscheinlich nur noch die beiden oberen Etagen des Gebäudes genutzt wurden, um Häftlinge, die bei versuchter Republikflucht festgenommen wurden, einzusperren. 1964 übernahm das Fernsehen der DDR den Zellenbau und brachte hier einen Kostümfundus mit Schneiderei unter.
Seit den Achtzigern steht das Gebäude weitgehend leer. Der etwas flachere linke Seitenflügel beherbergt heute die → Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933. Die Zellen im Inneren dieses Gebäudeteils sind wiederhergestellt und renoviert. Wenn man im größeren, nicht renovierten Gebäudeteil an der Fototour teilnimmt, passiert man auch den Übergang der beiden Gebäudeteile, der mit einer Scheibe und Gittern verschlossen ist, jedoch einen Blick in die Gedenkstätte gewährt. Mir persönlich gefällt der im ursprünglichen Zustand belassene Teil des Gefängnisses um Längen besser. Gewährt er doch einen beeindruckenden, wenn auch sehr bedrückenden Blick zurück in die Geschichte des Gebäudes. Wenn man sich die Mühe macht, danach zu suchen, findet man in den Zellenwänden eingeritzt verzweifelte, wütende aber auch spöttische Botschaften über die Herrschenden, zurückgelassen von ehemaligen Gefängnisinsassen aus der Zeit der DDR.

Unterirrdische Festungswerke der Maginot Linie in Lembach und Schoenenbourg, Elsass, Frankreich

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Schier endlose Gänge führen durch die unterridischen Festungswerke

Im Mai dieses Jahres sahen wir auf Phoenix eine faszinierende Dokumentation über die Maginot-Linie. Die Maginot-Linie war ein französisches System zur Verteidigung, das zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde, um eine weitere Invasion aus Deutschland zu verhindern. Frankreich hatte während des Ersten Weltkriegs schreckliche Verluste an Menschenleben und Ressourcen erlitten und fürchtete einen erneuten Angriff aus Deutschland. Daher wurde ein ausgeklügeltes System von Festungen und Bunkern entlang der nordöstlichen Grenzen Frankreichs gebaut. Einige der unterirrdischen Festungswerke lassen sich, ähnlich wie der Ostwall in Polen, besuchen und ansehen. Allerdings sind die französischen Festungswerke im Gegensatz zu den polnischen in einem hervorragende Zustand und werden offensichtlich mit großem Aufwand für die Nachwelt erhalten.
Zunächst nahmen wir an einer geführten Tour durch die Festung Four à Chaux (Kalkofen) in Lembach teil, dann fuhren wir zur Festung Schoenenbourg, wo es möglich war, allein und mit Hilfe eines Leitsystems das Festungswerk selbst zu entdecken. Das Werk in Schoenenburg ist erheblich größer als das in Lembach. Hier waren ca. 3,5 km unterrirrdisch zu Fuß zurückzulegen. Die Reihenfolge der Besuche war zufällig genau richtig gewählt, denn durch die Führung in Lembach wussten wir schon sehr viel über Aufbau, Sinn und Zweck eines solchen Festungswerkes, so dass wir bei der individuellen Tour durch das Festungswerk in Schoenenburg sehr davon profitieren konnten.

Weitere allgemeine Informationen zur Maginot-Linie (Wikipedia)

Maginot-Linie: Festung Four à Chaux (Kalkofen) in Lembach (offizielle Webseite in deutscher Sprache)

Maginot-Linie: Festung Schoenenbourg (offizielle Webseite in deutscher Sprache)

Festung Four à Chaux (Kalkofen) in Lembach (mit Führung):

Festung Schoenenbourg (ohne Führung):

Fotosafari zum Haus der Offiziere (Russische Streitkräfte) nach Wünsdorf, Brandenburg

Alte und verlassene Gelände und Gebäude haben seit jeher eine besondere Wirkung auf mich. Das „Herumstromern“ an Orten, die von den einstigen Betreibern oder Bewohnern längst aufgegeben wurden oder verlassen sind und an denen langsam der Zahn der Zeit nagt oder die von der Natur wieder zurück in Besitz genommen werden, finde ich sehr faszinierend. Wenn man darüber hinaus Interesse am Fotografieren hat, kann man auf einen Schlag gleich in zweierlei Hinsicht auf die Befriedigung von Neugierde und anderen Bedürfnissen hoffen.
Vor einiger Zeit las ich auf Spiegel-Online unter der Überschrift „Die verbotene Stadt der Sowjets“ einen interessanten Artikel über das ehemalige Militärgelände in Wünsdorf b. Berlin und die beigefügte Fotostrecke tat es mir ganz besonders an. Ich kam auf die Idee nachzuforschen, wie man ebenfalls dort hingelangen und einige Fotos machen könnte und ich stieß im Internet auf den Veranstalter go2know, der Touren, die jedoch, wie ich später feststellte, oft schon lange im Voraus ausgebucht sind, anbietet.
Ich meldete meine Frau und mich langfristig vorher für die fünfstündige Foto-Tour in Wünsdorf im Haus der Offiziere an. Dieses steht auf einem Gelände, das die ehemalige Kaiserliche Heeres-Turnlehrer-Anstalt, später die Infanterie-Schießschule des Heeres beherbergte. Dann wurde das Areal von den Nationalsozialisten und nach dem Krieg von den Russen genutzt. Go2know schreibt zur Geschichte des Objektes:

„Weit reicht die Geschichte dieses Militärstandortes zurück. Schon zu Kaiserzeiten entstanden Truppenübungsplätze, Kasernen und eine Turnschule. Später übernahmen die Nazis den Komplex und entwickelten ihn zum wichtigsten Nachrichtenzentrum des deutschen Reichs weiter. Nach dem zweiten Weltkrieg zogen die Russen auf dem Gelände ein. Es entstand der größte sowjetische Militärstandort außerhalb der SU. Bis zu 60.000 Soldaten dienten in riesigen Bunkeranlagen, der verbotenen Stadt und den verschiedenen Kasernen Wünsdorfs.Ursprünglich von den Preußen als Turnschule erbaut wurden in den 5 Gebäuden des Areals verschiedene Sport- und Turnhallen errichtet. So gab es einen Fechtsaal, eine Schwimmhalle und sogar eine Reithalle. Die Nazis nutzten das Ensemble vorerst als Heeressportschule für die Ausbildung von Unteroffizieren weiter. Jedoch wurden in den fortschreitenden Jahren des Krieges immer mehr Lazarettflächen benötigt, sodass die Schule ab 1943 zur Behandlung verwundeter Soldaten diente.
Mit der Übernahme des Standortes durch die Russen im Jahr 1945 änderte sich die Bedeutung dieses Ensembles komplett. Aus der Sportschule wurde das bedeutendste Kultur- und Vergnügungszentrum der in der DDR stationierten Roten Armee. Außer der Schwimmhalle und einigen, kleineren Sporträumen blieb nichts von der einstigen Nutzung erhalten. Die großen Turnhallen wurden zu Konzert- und Kinosälen umgebaut und das ehemalige Offiziersspeisehaus und Kasino übertrug man den Pioniereinheiten der GSSD als eigenes Kulturzentrum mit Konzertsaal. Aus dem im Hof liegenden Sportplatz wurde eine weitläufige Parkanlage, in die ein bis über die Grenzen der DDR hinaus bekanntes Diorama integriert wurde.
1994 räumten die Russen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung auch diesen Standort. Seither steht das schlossähnliche Gebäudeensemble leer. Staub legte sich über die kaiserlichen Treppenaufgänge. Die Leinen der Schwimmhalle scheinen noch immer die Bahnen abzustecken und schwimmen dennoch nicht mehr im Wasser, sondern hängen einsam in der Luft. Auf der Bühne des großen Theatersaals warten die Bretter stumm auf die Bedeutung der Welt …“ 

Quelle: go2know

Zusammen mit ca. 20 anderen Teilnehmern, die teilweise von weither angereist waren (u.a. Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg) und ebenso wie wir mit reichlich Fotoequipment, vor allem aber mit Stativen aller Größen und Arten, ausgerüstet waren, gingen wir nach einer kurzen Einführung und mit einem von go2know erstellten, sehr hilfreichen Plan auf das Militärgelände. Wir stromerten in den fünf Stunden durch das Haus der Offiziere, den Theatersaal, die ehemaligen Tonstudios, das Schwimmbad und über das Freiluftgelände bis hin zu einem ehemaligen Freibad. Ich empfand das alles als sehr aufregend und spannend, auch wenn die Gebäude, Räume, Keller, Türme, Dachböden, Heizungskeller oder das Schwimmbad teilweise verstörend morbiden Charme verströmten oder feucht, muffig und dunkel waren. 
Bei unserer Tour entstanden einige interessante und schöne Aufnahmen.