Kantaten zum Reformationstag 2012 im Dom zu Fürstenwalde (Spree)

Plakat und Postkarte Reformationstag 2012

Am Reformationstag 2012 führten ein Orchester Berliner und Brandenburger Musiker, mehrere Solisten sowie die Domkantorei unter Leitung des KMD Georg Popp im Dom St. Marien zu Fürsten-walde  zwei Choralkantaten von J. S. Bach und eine Kantate von Max Reger auf.

Als erstes Stück erklang die Bach-Kantante „Ein feste Burg ist unser Gott“, BWV 80. Während die mehr als fünfzigköpfige Domkantorei anschließend die Orgelempore erklomm, spielte KMD Georg Popp zur Einstimmung einige kleine Stücke von Max Reger auf der Orgel. Dann sang der Chor, nur begleitet von der großen Orgel (an der Orgel: Winfried Nowak) sowie zwei Streichern, die Reger-Kantate „Meinen Jesum lass ich nicht„.
Nach einem weiteren Zwischenspiel auf der Orgel, die der Chor nutzte, um seinen Platz vor dem Altar und beim Orchester wieder einzunehmen, wurde zum Abschluss und sozusagen als kleiner Höhepunkt die Choralkantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild“, BWV 79,  zur Aufführung gebracht.  Der wunderschöne, leider viel zu kurze Schlusschoral „Erhalt uns in der Wahrheit“ wurde, nachdem das Publikum den Solisten, dem Orchester, dem Dirigenten und der Domkantorei herzlich applaudiert hatte, noch einmal wiederholt.

Vortrag Andreas Kießling: Deutschlands bekanntester Tierfilme

Am 23. September besuchten wir im Spreepark Beeskow einen Vortrag des aus dem Fernsehen und durch seine Bücher bekannten Tierfilmers Andreas Kießling zum Thema „Abenteuer Alaska: Als Tierfilmer und Abenteurer drei Jahre lang auf den Spuren der wilden Tiere Nordkanadas und Alaskas“.
Im Rahmen seiner fast zweistündigen, komplett ausverkauften Veranstaltung zeigte Andreas Kießling zwei der von ihm in Kanada produzierten Tierfilm-Dokus, die er live kommentierte. Dabei gewährte er seinen begeisterten Zuhörern und Zuschauern nicht nur viele interessante Einblicke hinter die Kulissen seiner Produktionen, er berichtete auch von dem Abenteuer, von seinem eigenen Sohn auf einer monatelange Produktions-Reise durch Kanada begleitet zu werden.
Im Mittelpunkte seiner Betrachtungen standen immer wieder Braunbären, zu denen er ein ganz besonderes Verhältnis zu haben scheint.












5. Storkower Forum am 13. Juni 2012: Der Patriot – Der lange Weg des Egon Bahr

Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet in loser Folge das „Storkower Forum“, zu dem in der Vergangenheit bereits bekannte Politikerpersönlichkeiten gewonnen werden konnten.
Am 13. Juni fand die fünfte Veranstaltung dieser Reihe statt und mit Egon Bahr machte sich ein Urgestein deutscher Nachkriegspolitik auf den Weg zur Burg Storkow. Egon Bahrs Name wird in einem Atemzug mit Willy Brandts Entspannungspolitik der 60iger und 70iger Jahre  genannt, dessen wichtigster Berater er wurde. Er prägte die deutsche Geschichte maßgeblich und trug wesentlich dazu bei, die deutsche Teilung mit einer Politik der kleinen Schritte zu überwinden.
Im Rahmen des Storkower Forums gewährte Egon Bahr Einblicke in das Verhältnis der deutschen Nachkriegspolitiker zu den vier Siegermächten und berichtete aus ganz persönlicher Sicht über den oftmals steinigen Weg zu einer wirksamen Entspannungspolitik und sein politisches und privates Verhältnis zu Willy Brandt.
Die Chance jemanden zu hören, der so unmittelbar das Verhältnis der einstmals beiden deutschen Staaten mitgestaltete, war ein wirklich  außergewöhnliches und unvergessliches Erlebnis.

KFMW – Album „Kleines Ganzes“ als Creative-Commons License zum Gratis-Download

"Das Kraftfuttermischwerk", Album "Kleines Ganzes"

„Das Kraftfuttermischwerk“, Album „Kleines Ganzes“

Schon mehrfach hörte ich interessante Tracks vom „Kraftfuttermischwerk“ auf Sendern von laut.fm auf meinem iPhone. Bei einem Besuch auf dem Kraftfuttermischwerk-Blog staunte ich nicht nur über die große Menge der bisher produzierten elektronische Sounds.
Zu meiner Freude ist dort auch ein Album unter einer Creative-Commons License veröffentlicht, das jeder teilen, spielen, downloaden und behalten darf. Dazu heisst es, dass das Album „in die Welt hinausgetragen werden soll“ – dem komme ich mit meinem Hinweis auf das Album sehr gern nach.
Wer also auf der Suche nach ein paar coolen chilligen Tracks ist, der sollte sich hier umschauen und das Album downloaden.

„Float“ am Spittelmarkt in Berlin-Mitte

Aufmerksam geworden durch eine Aktion bei Groupon, kaufte ich mir einen Gutschein für 60 min. „float“. Es wurde damit geworben, dass man in einem großen, mit Salzwasser gefüllten Becken gleichsam schwerelos Raum und Zeit vergessen und vollkommen entspannen könnte. Das hörte sich auf jeden Fall interessant an und da ich schon immer skeptisch war, wenn ich die Geschichten vom „auf dem Wasser liegen“ im Toten Meer hörte, bekam ich Lust, es auch einmal auszuprobieren. Würde das Wasser tragfähig genug sein, eine Lebendmasse von deutlich über einhundert Kilogramm an der Oberfläche zu halten? Und wäre der Eindruck der Schwerelosigkeit wirklich perfekt?

Im dezent beleuchteten float-Raum

Im dezent beleuchteten float-Raum

Ich vereinbarte einen Termin an einem der beiden  verfügbaren Standorte (Berlin-Mitte, Spittelmarkt und Potsdam) und harrte gespannt der Dinge, die auf mich zukämen. Ich rief dort, bevor ich losfuhr, an und fragte, was mitzubringen wäre und war überrascht zu hören: „Nichts.“ Schon mal sehr praktisch.
Am Spittelmarkt angekommen, betrat ich die Räumlichkeiten und war sogleich von der hellen, sauberen und modernen Einrichtung und Atmosphäre begeistert. Eine nette Dame bat mich, die Schuhe auszuziehen und brachte mir Crocs. Dann sagte sie mir, dass ich gleich in den float-Raum geführt und mir dann alles Weitere erläutert würde. Zunächst aber bat sie mich, eine kurze Information zu lesen und zu unterzeichnen (es ging um gesundheitliche und hygienische Voraussetzungen beim floaten und auch darum, dass man unter Drogen- oder Alkoholeinfluss die Einrichtung nicht nutzen könne).
Ich wurde dann in den Raum mit dem floating-Becken geführt: ein großes, modern ausgestattetes, dezent beleuchtetes – man könnte fast sagen: Badezimmer. Zuerst solle man sich ausziehen und mit einem speziellen Shampoo abduschen. Dann alle Körperstellen mit Vaseline bedecken, die innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden rasiert wurden – na Klasse: Vaseline im Gesicht! 🙄 Auch kleine Wunden sollten großzügig mit Vaseline bedeckt werden, denn, so wurde mir erklärt, das Wasser im Becken hätte einen Salzgehalt von etwa 33% und das würde sonst ziemlich heftig an den Wunden brennen.

Ablage, Handtücher, Einstieg in das Becken

Ablage, Handtücher, Einstieg in das Becken

Das Tote Meer, so erfuhr ich, hätte im Gegensatz zu dem Wasser im Becken nur etwa 28% Salzgehalt. Und: ich könne sicher sein, dass mich das Wasser tragen würde. Skeptischer Blick meinerseits. „Ganz sicher“, so wurde darauf entgegnet. Nun denn.
Nach den Vorbereitungen solle man dann das Becken, das von einer Glastrennwand umgeben ist, betreten und die Tür schließen, damit eine konstante Temperatur gesichert wäre. Dann einfach ins Wasser legen und spüren, wie der Körper durch den Auftrieb getragen wird. Wenn man sich an das ungewöhnliche Gefühl gewöhnt hätte, könne man mit Knöpfen, die im Becken gut erreichbar sind, das Licht erst dimmen, dann vollständig löschen und sich auch Musik einschalten und die Lautstärke regeln. Ab dann hiesse es nur noch: genießen und entspannen. Nach einer Stunde würden die Lichter am Becken anfangen an- und auszugehen und wenn man dann das Becken verliesse, würde ein Bewegungsmelder dies erkennen und das Licht wieder einschalten. Dann nur noch mit klarem Wasser abduschen (und die Ohren reinigen, damit es keine Probleme durch sich ablagerndes Salz gäbe), so könne ein Rest der Sole noch seine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten, und schließlich wieder anziehen.

Das float-Becken, ca. 2,5m x 2,5 m groß

Das float-Becken, ca. 2,5m x 2,5 m groß

Nach den Vorbereitungen stieg ich also ins Becken (Wassertiefe ca. 40 cm) und spürte zunächst keinerlei Auftrieb, solange ich noch stand. Erst als ich mich ins Wasser legte, bemerkte ich sofort, wie stark der Körper nach oben gedrückt wird. Und siehe da: ich lag tatsächlich auf dem Wasser, das hätte ich zuvor nicht für möglich gehalten. Drückt man die Arme nach unten, so werden sie sofort wieder aufgetrieben. Und egal, ob man die Arme am Körper, seitlich oder unter dem Nacken verschränkt hält, man schwimmt wie ein Korken auf dem Wasser. Wie mir empfohlen wurde, dimmte und löschte ich das Licht anschließend vollkommen. Es war wirklich stockdunkel und wenn man sich leise Musik einspielen lässt (ganz ohne Musik empfand ich die Atmosphäre als eher unangenehm, weil man nur sein eigenes Atmen hört und das ziemlich intensiv, da die Ohren unter Wasser liegen), hat man das Gefühl, völlig frei im Raum zu schweben. Da das Wasser eine angenehme, der Körpertemperatur ähnliche Wärme hat, die Luft fast ebenso temperiert scheint, fühlt man gar nicht mehr genau, welche Teile des Körpers im Wasser liegen und welche außerhalb des Wassers sind. Man fühlt sich nur vollkommen befreit von der Masse des eigenen Körpers (natürlich für schwere Menschen ein besonders angenehmes Gefühl) und da die Augen in der Dunkelheit keinen Bezugspunkt haben, fühlt es sich an, als würde man frei durch den Raum segeln. Zwischendurch hatte ich immer wieder die Empfindung, als läge ich in einer Hängematte, allerdings ohne Matte. Das ist ein wirklich besonderes und ganz und gar ungewöhnliches Gefühl. Wenn man ganz still liegt und Vertrauen zur Tragfähigkeit des Wassers gewonnen hat, dann kann man sich wohlig ganz gerade ausstrecken und auch die Halswirbelsäule entlasten, denn anfänglich neigt man doch dazu, den Hals ein wenig zu verkrampfen und den Kopf nach oben halten zu wollen. Da man aber ganz stabil eintauchen kann, so dass das Gesicht immer über dem Wasser bleibt, entspannt sich langsam auch die Nackenmuskulatur und das wohlige Gefühl der Schwerelosigkeit verbreitet sich über den ganzen Körper.

Nach dem floaten sollte man sich gut abduschen

Nach dem floaten sollte man sich gut abduschen

Als nach einer Stunde das Licht anging und ich aus dem Becken stieg, war das ein wenig so, als müsste man den schützenden Schoß seiner Mutter verlassen. Vor allen Dingen aber fühlte man geradezu unangenehm, wie die Schwerkraft wieder am eigenen Körper wirkte.
Nach dem Floaten gab es noch ein nettes Gespräch mit der Dame, die die Einweisung gemacht hatte und ein Glas Wasser. Unter anderem erkundigte ich mich, ob die gebrauchte Salzlösung nun (ungeklärt) in die Umwelt entlassen würde. Das ist zum Glück nicht der Fall. Das Wasser wird in einen 1000 l-Tank, den ich mir netterweise ansehen durfte, zurückgepumpt, gefiltert und auf verschiedene Arten, u.a. mit UV-Licht, gereinigt. Keime oder Bakterien, so versicherte sie mir, könnten in diesem mit Salz extrem gesättigten Wasser ohnehin nicht überleben.
Neben einem interessanten Flyer gab es noch einen 10-Euro-Gutschein für einen möglichen weiteren Besuch, den man auch gleich noch mit einer Massage kombinieren kann.
Mir hat das Floaten sehr gut gefallen und der Entspannungseffekt ist großartig. Ich kann nur jedem empfehlen, es auch einmal auszuprobieren.
Spätestens, wenn es wieder ein rabattiertes Angebot gibt, werde ich mir das noch einmal leisten (sonst ist float nicht so wirklich preiswert).
Weitere Information zum floaten sind hier zu finden.

Blindschleiche

Heute hat dieser Vertreter der Gattung Anguis fragiles auf unserer Terrasse ein Sonnenplätzchen gesucht und gefunden. Als Gegenleistung musste die Blindschleiche ein kleines Fotoshooting über sich ergehen lassen.
Achtung, es handelt sich um ein beinloses Reptil, nicht etwa eine Schlange, wie viele denken. Hübsches Tierchen.