25 Jahre Mauerfall – Berliner Mauer fällt noch einmal symbolisch mit der Installation „Lichtgrenze“

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des 25. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer. Viele Berlinerinnen und Berliner aber auch unzählige Gäste aus dem In- und Ausland waren auf den Beinen, um an den Feierlichkeiten aus Anlaß des friedlichen Mauerfalls vor 25 Jahren teilzunehmen.
Trotz aller Freude wurde an diesem Tag vielerorts auch der Novemberprogrome gedacht, die in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 ihren grausamen Höhepunkt fanden und in dessen Verlauf unzählige Menschen ermordet, in den Selbstmord getrieben, jüdische Geschäfte geplündert und zerstört wurden und denen mehr als 1.400 Synagogen und viele jüdische Friedhöfe zum Opfer fielen.

Besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Mauerfalls war die Installation „Lichtgrenze“. Vom 7. bis zum 9. November durchzogen auf einer Länge von 15 Kilometern mehr als 7.000 heliumgefüllte Ballons die Stadt entlang des ehemaligen Verlaufs der Mauer: vom ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße durch den Mauerpark, entlang der Bernauer Straße, vorbei an der Gedenkstätte Berliner Mauer, zum Spreeufer nahe des Reichstags, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, über den Checkpoint Charlie, durch Kreuzberg und an der Eastside Gallery entlang bis hin zur Oberbaumbrücke. Am Sonntag, den 9. November, ließen sogenannten Ballonpaten die Gasballons zusammen mit ihren Wünschen auf an den Ballons befestigten Karten ab etwa 19 Uhr entlang des ehemaligen Todesstreifens unter teilweise lautem Jubel der Zuschauer nach und nach in den Nachthimmel steigen.

Die Kunstaktion, die mit dem nochmaligen symbolischen Fall der Mauer in Form der entschwebenden Ballons der „Lichtgrenze“ ihren Höhepunkt fand, zog Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt an. Zeitzeugen, die am 9. November 1989 miterlebten, wie die einst unüberwindlichen Grenzen zwischen Ost- und Westberlin geöffnet wurden, waren bewegt und vielfach den Tränen nahe.

 

Eine Ballonfahrt, die ist lustig, eine Ballonfahrt, die ist schön…

Videoclip Ballonfahrt

Zum Ansehen des Videos bitte auf das Bild klicken.

Schon vor 15 Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit einem Heißluftballon mitzufahren. Kollegen schenkten mir damals anlässlich der Fertigstellung eines CD-ROM-Projektes für Kinder zum Thema Fliegen eine Ballonfahrt. Jetzt, viele Jahre später, luden sich meine Frau und ich gegenseitig zu einer Ballonfahrt im Landkreis Oder-Spree ein. 
Ballonfahren ist nicht nur wunderschön – man gleitet bis auf gelegentliche, recht laute Geräusche des Brenners in völliger Stille durch die Luft – es ist auch spannend bis zum letzten Moment. Da auf Sicherheit (glücklicherweise) allergrößten Wert gelegt wird, bleibt es bis zur direkten Abfahrt spannend, ob die Fahrt im Ballon stattfinden kann oder nicht. Vor dem Start werden diverse, kleine gasgefüllte Ballons als Indikator in die Lüfte entlassen.

20140716_Ballonfahrt_Web_Bild_024 20140716_Ballonfahrt_Web_Bild_027

Es wird geprüft, wie stark der Wind in unterschiedlichen Höhen ist, ob es Böen gibt, ob sich die Windrichtung in verschiedenen Höhen abrupt ändert, wie schnell der Ballon aufsteigt und noch einiges mehr. Aktuelle Satellitenbilder, Wetter- und Windvorhersagen werden bis unmittelbar vor dem Start gecheckt und erst, wenn alles passt, kann es losgehen.
Zugegeben, ganz billig ist das Vergnügen nicht, aber es ist jeden Cent wert. Wenn man, wie in unserem Fall, das Glück hat, schönes Wetter und einen eindrucksvollen Sonnenuntergang zu haben und zudem noch über wunderschöne Landschaften im Landkreis Oder-Spree und im Oderbruch fährt, dann ist das ein unvergessliches Abenteuer. Nicht nur, dass ein Perspektivwechsel wie immer im Leben einiges an Überraschungen bereit hält, auch die Ruhe und Gelassenheit und das sich-in-die-Hand-des-Windes-begeben (denn steuerbar ist ein  Heißluftballon faktisch nicht, er bewegt sich  immer mit dem Wind) wirken geradezu magisch und sehr beruhigend auf die Seele.

Fahrtroute Ballon (rot)

Fahrtroute Ballon (rot)

Nachdem wir in Höhen zwischen 90 und etwas über 500 m über die abendliche Landschaft gefahren waren, aus dem Korb u.a. Kaninchen, Rehe und div. Haustiere bewundern konnten, die übrigens sämtlichst recht nervös, teilweise sogar panisch auf die „Bedrohung von oben“ reagierten, landeten wir wohlbehalten und recht sanft in unmittelbarer Nähe der Komturei in Lietzen und wurden von vielen aufgeregten Kindern und sogar dem Grafen von Hardenberg persönlich nach der Landung freudig begrüßt.
Die folgende Ballontaufe erhob uns in den Stand der Ballonfahrer und Adligen, was mit dem Verlust einer Haarsträhne durch Abbrennen mit folgendem Löschen durch Sekt verbunden war und für die Nachwelt in Form einer Urkunde belegt wurde.

 

Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Die Sonne ist nicht nur lebenspendender Mittelpunkt unseres Planetensystems, Kernreaktor und damit fast unerschöpflicher Energiequell. Die Sonne ist auch für viele Menschen Symbol ihrer Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen. Sie sorgt zudem für ein wohliges Gefühl auf der Haut und in unseren Seelen. Sooft sie auf- und untergeht, lässt sie uns träumen von Weite, Ferne und Freiheit.
Und wie die Sonne auf- und untergeht, das kann ein wundervolles, einzigartiges Naturschauspiel sein, das stets neu und anders, aber immer wieder überaus eindrucksvoll erscheint, uns zutiefst friedlich stimmt und für manche von uns einmal mehr Beweis für das Göttliche ist.
Und: man muss nicht in ferne Länder reisen, um diesem alltäglichen Vorgang beizuwohnen, der uns manchmal in ganz außergewöhnlich beeindruckender Weise berührt. Ein Blick aus dem Fenster unseres Zuhauses im richtigen Moment kann dazu schon ausreichen…

Fotos Bad Frankenhausen, Weimar

Im Frühjahr 2013, im schönen Mai, gingen wir auf eine Kurzreise nach Bad Frankenhausen. Wir nutzen diesen Ort als Ausgangspunkt für verschiedene kurze Trips in die Umgebung, vor allen Dingen nach Weimar, und um den Domen von Erfurt und von Halle einen Besuch abzustatten. Das Wetter war frühlingshaft, das Licht, wie man es eben nur Anfang Mai haben kann und auch der Rest war einfach perfekt für einen Kurzurlaub.

Lichtermarsch in Fürstenwalde zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938

Am 9. November fand wie auch in den Vorjahren schon in Fürstenwalde ein Lichtermarsch zum Gedenken an die Novemberprogrome 1938 statt. Nach einer Andacht im Dom St. Marien zogen zahlreiche Fürstenwalder Bürgerinnen und Bürger mit Kerzen durch die Innenstadt. An verschiedenen Stolpersteinen und Wohnstätten wurde Worte des Gedenkens an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger gesprochen, die in der Zeit der Novemberpogrome 1938 Opfer von Übergriffen und Willkür oder verschleppt wurden.

Die Novemberprogrome fanden ihren traurigen Höhepunkt am 09.11.1938, vor genau 75 Jahren. Aufgehetzte Menschen in ganz Deutschland zogen durch die Straßen und wüteten gegen alles, was Juden gehörte und ihnen heilig war. Sie zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, zerstörten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. Es gab mindestens 400 Tote und ungezählte Verletzte an diesem Tag. Über zweieinhalbtauend Gottes- und Gemeindehäuser und 7500 Geschäfte wurden zerstört, schon am folgenden Tag unzählige Juden in Konzentrationslager verschleppt. Damit begann eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

Mit einem abschließendem Gedenken, einer Schweigeminute und einem jüdischen Lied vor dem jüdischen Friedhof in Fürstenwalde endete der Lichtermarsch, dem sich im kommenden Jahr hoffentlich noch mehr Menschen anschließen werden.

 

Hauskonzert von Familie Popp

Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass uns unser Fürstenwalder Kantor und Leiter der St. Marien-Domkantorei KMD Georg Popp und seine Frau Cornelia Popp anboten, in unserem Haus ein kleines, privates Konzert für ein paar musikinteressierte Gäste und uns zu geben. Dankbar nahmen wir dieses Angebot an.

Mich erinnerte der geplante Abend an die Salonkultur des 18. und 19. Jahrhunderts, die mir im Zusammenhang mit dem Schriftsteller Frédéric de Stendhal (Henri Beyle) in seiner Pariser Zeit in Form literarischer Salons (zumeist privater gesellschaftlicher Treffpunkt für Diskussionen, Lesungen oder musikalische Veranstaltungen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert) durch viele seiner Bücher ein wenig vertraut ist. Und auch in Berlin erlebte die Salonkultur insbesondere im 18. Jahrhundert eine Blütezeit (hier kann man Interessantes zur Salonkultur nachlesen).

Zusammen mit Freunden, Bekannten und einigen Familienmitgliedern durften wir am Abed des 1. November nach einem Imbiss Werken u.a. von Georg Phillipp Telemann und Johann Sebastian Bach gespielt von KMD Georg Popp am Cembalo und Cornelia Popp (Flöte) in gemütlicher Atmosphäre bei Kerzenschein im heimischen Wohnzimmer genießen. Die beiden Künstler wurden mit begeistertem und sehr herzlichem Beifall bedacht und dieser Abend bot darüber hinaus die Möglichkeit, sich in ausgiebigen Gesprächen zu verschiedensten Themen auszutauschen. Einig waren sich alle Gäste und die Gastgeber: das war ein ganz besonderer Abend mit wunderbarer Musik in ganz privater und trauter Atmosphäre.

Wir danken dem Ehepaar Popp sehr herzlich für diesen außergewöhnlichen Abend und das wunderbare Konzert.

Diary 2013, 2. HJ


Dezember 2013   Sat, December 27th 2013 (DVD) „Schulz & Schulz, Teil 1“, D 1989, R: Ilse Hofmann, D: Götz GeorgeKlaus J. BehrendtMartina Gedeck  (Drama, Komödie), ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer Schulz & Schulz

Zum Betrachten des Trailers bitte auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://a2.tvspielfilm.de/

Fri, December 26th 2013 (Konzert) Weihnachtskonzert der St. Marien-Domkantorei im Dom St. Marien, Fürstenwalde/Spree

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wed, December 25th 2013 Weihnachten mit der Familie 20131225_1._Weihnachtsfeiertag_Bild_027 Tue, December 24th 2013 (Chor) Gestaltung Christvespern mit der St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde, O: Dom St. Marien, Fürstenwalde 20131224_Gottesdienste_Heiliabend_Bild_005   Weihnachten mit der Familie 20131224_Heiligabend_Bild_001 Sat, December 21th 2013 (Cinema) „Die Feuerzangenbowle“, D 1944, R: Helmut Weiss, D: Heinz Rühmann (Komödie), Rating: ♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer Die Feuerzangenbowle

Zum Betrachten des Trailers bitte auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://www.neuepresse.de

Thu, December 19th 2013 (Chor) Probe St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde, O: Dom St. Marien, Fürstenwalde   Schulweihnachtsfeier in der Beruflichen Schule der FAW IMG_0535_DxO Wed, December 18th 2013 Kollegenweihnachtsfeier in der Beruflichen Schule der FAW IMG_0482_DxO   Mon, December 16th 2013 (Blu-Ray) „Fast & Furious 5“, USA  2011, R: Justin Lin, D: Vin DieselPaul Walker, LudacrisDwayne Johnson  (Action, Krimi, Thriller), ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer Fast & Furious 5

Zum Ansehen des Trailers auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://bilder.filmering.at

Fri/Sun, December 13th/15th 2013 (Messe) Standbetreuung auf dem Weihnachtsmarkt in der „Fürstengalerie“, Stand der Beruflichen Schule der FAW   Fri, December 13th 2013 (Blu-Ray) „Iron Man 3“, USA  2013, R: Shane Black, D: Robert Downey Jr.,  Gwyneth Paltrow, Don CheadleGuy Pearce (Action, Abenteuer, SciFi, Fantasy), ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer Iron Man 3

Zum Ansehen des Trailers auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://movies.inquirer.net

Thu, December 12th 2013 (Chor) Probe St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde, O: Dom St. Marien, Fürstenwalde   Sun, December 7th 2013 (Konzert) „Das Weihnachtsoratorium 1-3“ von J.S. Bach,  O: St. Marien-Kirche, Beeskow

(Blu-Ray) „Lone Ranger„, USA  2013, R: Gore Verbinski, D: Johnny Depp,  Armie HammerRuth WilsonHelena Bonham Carter(Action, Abenteuer, Western), ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer Lone Ranger

Zum Ansehen des Trailers auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://www.cm-life.com

Thu, December 5th 2013 (Chor) Probe St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde, O: Dom St. Marien, Fürstenwalde   (Blu-Ray) „The Ledge – Am Abgrund“, USA  2011, R: Matthew Chapman, D: Charlie HunnamTerrence HowardLiv Tyler (Drama, Thriller), ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Trailer The Ledge

Zum Ansehen des Trailers auf das Bild klicken.

Sat, December 1st 2013 reisen(Ausflug) Lutherstadt Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg - Schlosskirche und Turm

Lutherstadt Wittenberg – Schlosskirche und Turm

Lutherstadt Wittenberg - Weihnachtsmarkt am Rathaus

Lutherstadt Wittenberg – Weihnachtsmarkt am Rathaus

Internetauftritt für die Domkantorei St. Marien Fürstenwalde fertiggestellt und gelauncht

Internetseite St.-Marien Domkantorei

Internetseite St.-Marien Domkantorei

Nach längerer Vorbereitungsphase und Arbeit konnte ich nun einen Internetauftritt für die St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde erstellen und launchen. Als (wenn auch noch recht junges) Mitglied der Domkantorei war es mir ein Bedürfnis, dem Chor ein virtuelles Zuhause im Internet zu schaffen. Ziel der Webpräsensenz soll es sein, noch mehr Menschen für die Musik, die in unserem Dom regelmäßig erklingt, zu begeistern und sie einzuladen, in die Aufführungen und Konzerte der Domkantorei aber auch all der anderen Chöre unserer Gemeinde zu kommen und dort so viel Freude an der Musik zu haben, wie das allen Chormitgliedern und mir bei jeder Probe und Aufführung der Kantorei vergönnt ist. Darüber hinaus bietet die Internetseite auch die Möglichkeit, Informationen über (Kirchen-)Musik in unserem Dom, die Chöre, die Probenarbeit und Veranstaltungen für Interessierte und Touristen eine Plattform zu geben.
Zudem war war es mir ein großes Bedürfnis, auch all das, was ich in letzter Zeit an überaus Interessantem über den Dom und seine bewegte Geschichte erfahren habe, zusammenzufassen und reich bebildert auch anderen Neugierigen zur Verfügung zu stellen. Mit Befremden habe ich nämlich in der Vergangenheit feststellen müssen, dass man über einen Artikel bei Wikipedia hinaus, der zudem nicht besonders inhaltsreich ist, nur sporadisch und vereinzelt Informationen zum Dom St. Marien im Internet bekommen kann. Da reizte es natürlich, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.
Im Verlauf meines Quellenstudiums stellte ich außerdem fest, dass auch die Orgel(n) im Dom auf eine interessante Entstehungsgeschichte zurückblicken können. Mit Material zu diesen Themen wurde ich u.a. von unserem Kantor KMD Georg Popp versorgt, so dass im Ergebnis, so darf ich behaupten, auf den Seiten zum Dom und zur großen Domorgel so viele Informationen enthalten sind, wie auf keiner anderen Internetseite (die ich ermitteln konnte).
Momentan arbeite ich an dem Schnitt eines Videos zu unserer großen Domorgel. Diese wurde nämlich schon in den 1960iger Jahren erbaut und stand in der – wer hätte das gedacht? – Leipziger Thomaskirche, wo sie 1999 abgebaut und nach Kauf durch die hiesige Domgemeinde nach Fürstenwalde transportiert und in den Dom St. Marien eingebaut wurde. Ab voraussichtlich morgen wird dieser knapp 40 min. lange Film dann auf der Seite der Domkantorei in der Rubrik Domorgel zu sehen sein. Viel Spass damit und immer schön neugierig bleiben!

Diary 2013, 1. HJ


Juni 2013

Fri, June 21st 2013 – Mon, 15 July 2013

reisen(Reise) USA: Kansas, New Mexico, Arizona, Utah, Colorado

 

Wed, Juni 5th 2013

(Blu-Ray) „Frankenweenie“, USA 2012, R: Tim Burton, D: computergeneriert  (Animation, Comedy, Familie, Horror, Science fiction), Rating: ♦♦♦♦♦♦♦♦↑♦♦

Trailer Frankenweenie

Zum Betrachten des Trailers bitte auf das Bild klicken.
Bildquelle: http://i2.dailyrecord.co.uk/

 

Aufführung des „Messias“ von G. F. Händel durch die Kantorei des Doms St. Marien, Fürstenwalde

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Mittwoch, dem 26. Dezember 2012, wurden um 17 Uhr im St. Marien-Dom in Fürstenwalde der Weihnachtsteil des „Messias“ von Georg Friedrich Händel sowie die Choralkantate „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Max Reger aufgeführt.
Jeder kennt sicherlich das bekannte Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, das Martin Luther – so kann man lesen – 1535 zum Weihnachtsfest für seine eigenen Kinder zur Bescherung dichtete.  Es wurde nicht nur zu einem der beliebtesten Weihnachtslieder, sondern hat auch viele Komponisten zu eigenen Werken inspiriert. Während Johann Sebastian Bach das Lied als Grundlage für ein Orgelwerk nutzte („Canonische Veränderungen über ein Weihnachtslied“, 1746/47) und sich die Melodie auch mehrfach in Chorälen seines Weihnachtsoratoriums  wiederfindet, widmete sich auch der Komponist Max Reger (1873 bis 1916) mehrfach diesem Lied. Er wählte die Melodie für seine gleichnamige Choralkantate aus,  berücksichtigte das Lied in seinen „30 kleinen Choralvorspielen“ für Orgel (Op. 135a) und verarbeitete die Melodie zudem in einem 6-stimmigen Chorsatz. Die Kinder- und Jugendkantorei führte Regers Choralkantate zu Beginn des Konzertes zusammen mit zwei Soloviolonistinnen und dem Organisten Winfried Nowak auf.
Anschließend wurde der Weihnachtsteil des „Messias“ (HWV 56) von Georg Friedrich Händel zur Aufführung gebracht. Unter der musikalischen Leitung von KMD Georg Popp sangen vier Solistinnen und Solisten begleitet von einem Orchester Berliner Musiker und der St. Marien-Domkantorei sowie der Kinder- und Jugendkantorei.
Händel schuf sein Oratorium „Der Messias“ 1741. Er benötigte, so kann man in der Einführung zur Partitur nachlesen, für die Niederschrift des Werkes ganze 22 Tage (andere Quellen sprechen von 24 Tagen). Während dieses Schaffensprozesses soll er in geradezu entrückter Stimmung gewesen sein und so ist es nicht verwunderlich, dass er von Tränen überwältigt nach der Komposition des berühmten Chorstücks „Halleluja“ gesagt haben soll „Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen.“. Das „Halleluja“ wird in England seit der Uraufführung in Dublin am 13. April 1742, an der etwa 200 Orchestermusiker und ein noch deutlich größerer Chor mitgewirkt haben sollen, wie eine Art „zweite Nationalhymne“ verehrt. Aus diesem Grunde wird in England das „Halleluja“ von den Zuhörern auch regelmäßig stehend angehört.
Inmitten des gewaltigen Chores von etwa siebzig Sängerinnen und Sängern der Domkantorei zu stehen und mitsingen zu dürfen, war ein ganz besonders emotionales Erlebnis für mich, nachdem ich den „Messias“ schon seit vielen, vielen Jahren mit großer musikalischer Begeisterung gehört habe, jedoch dabei nie auf den Gedanken gekommen wäre, ihn einmal selbst mitsingen zu dürfen.
Beide Stücke wurden vom Publikum mit spürbarem Enthusiasmus aufgenommen. Als jedoch als eine Art „Zugabe“ das „Halleluja“ mit großer Hingabe vom Chor und den Orchestermusikern intoniert wurde, breitete sich ein ganz besonderer Zauber unter allen Zuhörern und Beteiligten aus.
Kleine Randnotiz: unter den Zuschauern der Aufführung war an diesem Tag auch der berühmte Schauspieler Armin Mueller-Stahl.